Die Spielverläufe, Runs, Strikouts etc. gibts hier.
Bericht zur Baseball-WM 2009 vom 09.09.-12.09. in Regensburg.
Unser Vorstand der Kalle war vom 09.09.2009-12.09.2009 als ehrenamticher Helfer vor Ort.
Wieder mal auf den letzten Drücker organisierte sich unser Kalle ein Zelt, dadurch kam er auch zu spät an um sein Zelt noch VOR der Nacht aufzubauen.
Am Mittwoch so gegen 14.30 trafen sich alle Stadionordner an einer nahe gelegenen Wiese die zum Zelt- und Parkplatz umfunktioniert wurde.
Dort war auch das Nachtlager von unserem Kalle. Das positive an dem Platz waren die sanitären Anlagen, die waren wirklich Top. So wurden dann auch alle eingewiesen in ihre Arbeit. Die da waren: vor den Spielen die Tribünen zu besetzen damit kein Zuschauer vor dem offiziellen Einlass auf die Tribüne kam, Kontrolle der Karten, etc.
Im Rightfield stand eine riesige Zuschauertribüne, die Tribüne 6, die durfte der Kalle mit 5 anderen Ordnern sogleich mit seinem Leben bewachen. Damit nicht genug er durfte auch den Kappo spielen. Super dachte er sich, eigentlich wollte er bei Weißbier und Hotdog´S(!!!) das Spiel verfolgen; aber da war er falsch gewickelt. Denn diese Tribüne hatte es in sich. Außer das er die Tribüne bewachen musste gehörte es auch zu seinen Aufgaben die Notausgänge zu bewachen und an den Zäunen Streife zu laufen. Dies wollte der IBAF (Baseball-Weltverband) so. Völlig schwachsinnig denn auf der Centerfield und Leftfieldseite war alles besetzt und auf der Rightfieldseite war ein 4 Meter hoher Zaun, da wäre niemand drüber gekommen. Aber naja…
So hatte der Kalle die meiste Zeit damit zu tun sein Team immer rechtzeitig einzuteilen, dass auch jeder was von dem Spiel mitbekam.
Deshalb durfte er die Tribüne in den 4 Tagen zweimal bewachen. Beim dritten mal der Aufforderung hat er gestreikt, zu Recht, denn wenn es heißt es wird fair verteilt, dann wird auch fair verteilt!!!
Das Spiel der Deutschen gegen China ging eindeutig an das deutsche Team. Die Chinesen spielten unglaublich schwach. Die produzierten Errors, da hätte manch Bezirksligateam eine bessere Figur abgegeben. Die Chinesen konnten auch sonst eher wenig gegen unser Team ausrichten, so dass wir klar mit 14:1 gewannen.
Vor dem Spiel bekam Kalle noch mit, dass es an Nachtwachen fehlte. Und da er ja bekanntlich sein Zelt nicht aufgebaut hatte und er mitbekam das Essen und Trinken frei war, war der Weg von Kalle als Nachtwächter frei. Es war eine harte Nacht bis ca. 6 Uhr und das Üble war, dass es wirklich so wenige Leute waren. Denn die Schichten mussten sie alleine rum bringen. Kalle schwor sich, „dass mache ich nächste Nacht nicht noch mal, denn auf kalte Burger und Hot Dogs konnte auch ein Kalle Keck ganz gut verzichten. Und so schlief der Kalle dann auch brav in seinem Auto.
2.Tag: Die Nacht war kurz, endete nach ca. 4 Stunden Schlaf so gegen halb elf. Nach Morgentoilette in den luxuriösen Nasszellen suchte Kalle sich ein Cafe. Er fand eine Metzgerei und futterte erstmal ausgiebig. So gegen 12.30 traf er dann wieder in der Arena ein, 1 ½ Stunden vor dem vereinbarten Treffpunkt. Er wurde gleich wieder auf die besagte Tribüne 6 eingewiesen. Diesmal aber nicht als Kappo, was sich noch als Nachteil erweisen sollte. Nicht nur für ihn, sondern für alle Beteiligte, denn der neue Kappo war nicht ganz so motiviert wie unser Kalle und noch dazu leicht überfordert, weswegen sich einige auch beschwerden. Der Kappo hatte auch noch einen Kumpel am Start und dieser unterstützte das auch noch. Kurz gesagt, sie spielten einfach ihren Heimvorteil aus.
Als sie mit dem Putzen – ja, es war jeden Abend, besser gesagt, jede Nacht deren Aufgabe die großen Tribünen vom groben Dreck zu befreien – fertig waren packte Kalle sich seine neu gewonnen Kumpels, immerhin gleich 5 an der Zahl, und ging an einen nahe gelegenen Bierstand. Der Hüter des flüssigen Goldes dort kannte den Kalle schon (war ja klar) und so schenkte er den sechs fleißigen Putzteufeln gleich ein paar Bier ein und ein anderer Stand versorgte sie mit Bratwürscht a la Hoeneß. Herrlich war´s! (Was zu Essen und was zu Trinken und schon is er glücklich)
In dieser Nacht schlief Kalle - nachdem sich zwei unbekannte Helfer, vielen Dank noch mal auf diesem Weg, erbarmt hatten ihm zu helfen, da sie einfach nicht mehr mit ansehen konnten, wie er sein Zelt misshandelte - im Zelt. Was auch nicht unbedingt besser war, denn unser Einstein hatte meine Matte vergessen. So war es dann doch eine recht ungemütliche Nacht auf einem Boden, der mehr Hügel hatte als Grasshalme. Aber auch diese Nacht ging rum.
3.Tag: Der große Tag, das Spiel unserer Befreier stand bevor und ich freute mich riesig darauf. Denn bei einem Match in Canada hatte unser Team die USA mit 5:1 geschlagen. Und nach dem Auftritt unseres Teams gegen China und der Auftritt der Amis, die gegen Venezuela verdient mit 13:9 verloren. Nach einer 7:0 Führung dachten die USA, dass das so weiter geht. Aber Pustekuchen, mit einigen Singles und zwei blitzsauberen Grandslams schlug Venezuela zurück.
Eigentlich war es für unsere Mannschaft ein schlechtes Ohmen, denn die USA musste nun gewinnen um nicht schnell in dieser Gruppe ins Hintertreffen zu geraten. Und so spielten Sie dann auch souverän Ihr Spiel runter. In der Defense machten sie keine Fehler und in der Offense hauten Sie alles ins Gebüsch was angeflogen kam. Das Spiel endete deutlich mit 9:1 für die USA.
4.Tag. Die Reserven gingen bei Kalle nach kurzem bis gar keinen Schlaf langsam zur Neige.
Aber auch dieser vierte Tag war ein schöner Tag, mit zahlreichen guten Baseballspielen. Die Chinesen lieferten eine ordentliche Leistung gegen die USA ab. Es war richtig guter Baseball, vor allem der Pitcher machte erneut ein sehr gutes Spiel. Es war eine super Stimmung in diesem Spiel. Man merkte dass dieses Publikum ein großes Fachwissen besaß, denn jeder freute sich für die Chinesen dass sie endlich das zeigten was Sie können. Dieses Spiel endete dann auch trotz alle dem mit 8:0 für die USA.
Die deutschen waren gegen Venezuela leider ohne Chance.
Zum Abschluss gab es dann noch ein großes Feuerwerk nach dem sich der Kalle sogleich Richtung Heimat aufmachte.
Alles in allem war es ein schönes Erlebnis was in Deutschland wohl so schnell nicht wieder stattfinden wird. Aber unser Kalle hat die Franconians würdig vertreten und auch neue Freunde in Regensburg gefunden, was uns mit Sicherheit in Zukunft auch helfen wird.
Bleibt nur zu hoffen, dass Baseball in Zukunft noch populärer wird in Deutschland.